Gravierende Änderungen bei offenen Immobilienfonds

Offene Immobilienfonds wurden von vielen Privatanlegern gern gewählt, um flexibel in Immobilien zu investieren. Per 21. Juli jedoch werden die Anlagerichtlinien geändert, wodurch eine Zweiklassengesellschaft bei offenen Immobilienfonds entsteht, die bei vielen Anlegern für Unmut sorgt.

Die neuen Richtlinien im Detail

Mit dem Ausbruch der Finanz- und Wirtschaftskrise gerieten nicht nur Banken, sondern auch zahlreiche offene Immobilienfonds in Schieflage. Der Grund waren zahlreiche Mittelabflüsse institutioneller Anleger, die durch den kurzfristigen Verkauf von Immobilien sichergestellt werden mussten. Einige Fonds jedoch konnten die angeforderten Beträge nicht mehr auszahlen, denn viele Immobilien waren nicht kurzfristig oder nur mit hohen Verlusten veräußerbar. Die Schließung und mitunter sogar die Abwicklung einiger Fonds war die Folge. Um dies künftig zu verhindern und die Anlage in offene Immobilienfonds wieder sicherer zu gestalten, wurden vom Bundesausschuss für Finanzen die Anlagerichtlinien geändert. Seither konnten Anleger nur noch 30.000 Euro pro Halbjahr frei verfügen, für höhere Beträge galt eine Kündigungsfrist. Ab dem 21. Juli 2013 soll nun für alle neu angelegten Gelder eine Kündigungsfrist von einem Jahr gelten. Lediglich bereits im Bestand befindliche Anteile sind hiervon nicht betroffen.

Künftige Anlagen müssen langfristig geplant werden

Anleger, die somit künftig in offene Immobilienfonds investieren wollen, sollten ihr Investment langfristig planen, denn die bisher geltende jederzeitige Rückgabe der Fondsanteile an die Fondsanlagegesellschaft ist künftig nicht mehr möglich. Lediglich ein Verkauf an der Börse kann noch ausgeführt werden, ist aber häufig mit Verlusten verbunden.Damit sind künftig offene Immobilienfonds kaum mehr von geschlossenen Fonds zu unterscheiden. Der geschlossene Fonds ProReal Deutschland Fonds 2 beispielsweise investiert ebenfalls in den deutschen Wohnungsmarkt und bietet daher ähnlich attraktive Anlagechancen wie andere offene Fonds auch. Mit einer prognostizierten Anlagelaufzeit von nur 3,5 Jahren ist das Investment zudem überschaubar und kann daher sehr gut als Alternative zu den offenen Fonds gewählt werden. Ein vorzeitiger Verkauf wäre bei diesen geschlossenen Fonds über den Zweitmarkt und damit bei Bedarf ebenfalls möglich. Durch die Konzentration auf bereits genehmigte oder bereits ausgeführte Objekte ist das Anlagerisiko zudem vergleichsweise gering.

Be Sociable, Share!
Dieser Beitrag wurde unter Geldanlage abgelegt und mit , , , verschlagwortet. Setze ein Lesezeichen auf den Permalink.

Hinterlasse eine Antwort

Deine E-Mail-Adresse wird nicht veröffentlicht. Erforderliche Felder sind markiert *

Du kannst folgende HTML-Tags benutzen: <a href="" title=""> <abbr title=""> <acronym title=""> <b> <blockquote cite=""> <cite> <code> <del datetime=""> <em> <i> <q cite=""> <strike> <strong>