Schülerunfallzahlen deutlich gesunken

(verpd) Die Zahl der meldepflichtigen Schülerunfälle mit ärztlicher Behandlung ist im Jahr 2009 um 5,9 Prozent auf 1,366 Millionen gesunken. Wie der Deutsche Gesetzliche Unfallversicherung Spitzenverband e.V. (DGUV) in einer Detailanalyse des Unfallgeschehens in Kinder-Tageseinrichtungen, Schulen und Universitäten mitteilte, sank die Unfallzahl je 1.000 Schüler mit 80,02 auf den besten Wert seit zehn Jahren.

Insgesamt verunglückten von den 17,1 Millionen Kindergartenkindern, Schülern und Studenten am Ausbildungsort 1,25 Millionen. Zudem wurden knapp 116.000 Schulwegunfälle registriert.

Innerhalb Deutschlands zeigen sich deutliche Abweichungen bei der Unfallhäufigkeit. Bei den Schulunfällen bildet Thüringen das Schlusslicht mit 90,16 je 1.000 Schüler. Bayern kann auf den besten Wert mit 60,07 Fällen je 1.000 verweisen.

Zahl der getöteten Schüler deutlich rückläufig

Die Zahl der tödlichen Schülerunfälle sank in 2009 auf 59, nachdem es noch im Jahr zuvor 76 waren. Die meisten Unglücke mit Todesfolge (76,3 Prozent) ereigneten sich auf dem Schulweg. Aber auch hier gab es einen Rückgang von 68 im Jahr 2008 auf 45 Fälle in 2009.

Die Zahl der tödlichen Schulunfälle, die nicht zu den Wegeunfällen zählten, wuchs hingegen um sechs auf 14 an. Wobei in Baden-Württemberg aufgrund des Amoklaufs in Winnenden eine Zunahme von einem tödlichen Schulunfall im Jahr 2008 auf neun zu verzeichnen war.

Vor allem Sportunfälle führen die Statistik an

Sportunfälle machen mit rund 542.000 den größten Teil aller Schulunfälle aus. Die Verletzungsgefahr ist hier bei Ballspielen naturgemäß am größten (276.000 Fälle). Beim Geräteturnen verletzten sich knapp 68.000 Schüler so schwer, dass sie in ärztliche Behandlung mussten. In der Leichtathletik wurden knapp 35.000 Unfälle erfasst.

Bei den Ballsportarten verunglückten 95.000 Schüler beim Fußballspiel, 52.000 beim Basketball und gut 31.000 beim Volleyball. Bei allen Ballsportarten waren die Unfallzahlen gegenüber 2008 rückläufig. Bei Fußball und Basketball sogar um jeweils knapp 13 Prozent.

Gefahren lauern für Kleinkinder vor allem am Klettergerüst

Beim Betrieb in der Kindertagesbetreuung wurden 165.000 Unfälle registriert. Je 1.000 Kleinkinder verunglückte danach etwa jedes Hundertste.

Beim Spiel an Kinderspielplatzgeräten sind vor allem Kinder in Tagesbetreuung mit 86,9 Prozent am häufigsten betroffen. Entsprechend belastet ist die Altersgruppe der Drei- bis Siebenjährigen (79,3 Prozent). Die häufigsten Unfälle passieren mit knapp 30 Prozent an Klettergerüsten. Unfallanfällig sind auch Rutschbahnen und Schaukeln mit knapp über beziehungsweise knapp unter zwölf Prozent.

Vorsorge für den Fall der Fälle

Trotz der rückläufigen Unfallzahlen kann leider immer etwas passieren, egal ob auf dem Schulweg, im Unterricht oder auch in der Freizeit. Damit im Falle eines Unfalles neben gesundheitlichen Folgen nicht auch noch finanzielle Schwierigkeiten beispielsweise durch eine bleibende Behinderung hinzukommen, ist eine private Kinder-Unfallversicherung empfehlenswert.

Zum einen reicht die gesetzliche Unfallversicherung oftmals nicht aus, die finanziellen Mehraufwendungen zu begleichen, die durch eine Behinderung entstehen. Das reicht von einem behindertengerechten Wohnungsumbau bis hin zur Sicherung des Lebensunterhaltes im Erwachsenenalter.

Zum anderen leistet die gesetzliche Unfallversicherung nur bei Unfällen auf dem Schulweg oder während des Schulbesuches, während eine private Kinder-Unfallversicherung bei Schul-, Wege- und auch bei Freizeitunfällen einspringt. Ein Versicherungsfachmann hilft, den richtigen Versicherungsumfang zu ermitteln.

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