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Aktuelle GfK-Studie belegt: Jeder vierte Büromitarbeiter ist ein Dieb
Die Gesellschaft für Konsumforschung (GfK) hat gemeinsam mit Papersmart.de eine repräsentative Studie zum Thema Diebstahl am Arbeitsplatz herausgebracht. Die Ergebnisse der Umfrage lesen Sie im folgenden Beitrag.


Im Auftrag von Papersmart.de, dem neuen umfassenden Vergleichsportal für Büroartikel, hat die Gesellschaft für Konsumforschung (GfK) kürzlich eine repräsentative Studie zum Thema Diebstahl am Arbeitsplatz durchgeführt. Die Ergebnisse der vom größten deutschen Marktforschungsinstitut erhobenen Umfrage zeigen ein ebenso interessantes wie erschreckendes Bild. Demnach bedient sich mittlerweile jeder vierte Deutsche im Büro unrechtmäßig am Firmen- oder Behördeneigentum. Tendenz steigend.

Ein schmaler Grat


Ohne Frage: Ein Blatt Papier für eine private Notiz zu benutzen oder auch mal einen Bleistift unbedacht einzustecken, kann durchaus passieren. Kaum ein Chef wird in derartigen Fällen den Finger heben und von vorsätzlicher Bereicherung sprechen. Doch die Grenze zwischen Kavaliersdelikt und echtem Diebstahl ist nicht immer ganz einfach festzusetzen. So liegt nüchtern betrachtet ein himmelweiter Unterschied zwischen der Verwendung von firmeneigenen Briefumschlägen für Privatkorrespondenz und der Mitnahme von Tonerpatronen für den heimischen Laserdrucker. Doch nicht alle Vorgesetzten tolerieren eine Mitbenutzung von dienstlichem Büromaterial für persönliche Zwecke. Und spätestens wenn Firmeneigentum mit voller Absicht oder gar zum Zwecke eines Weiterverkaufs aus dem Unternehmen geschmuggelt wird, liegt eine strafbare Handlung vor, die zu drastischen Konsequenzen führen kann - von einer Abmahnung über die fristlose Kündigung bis hin zur Anzeige bei der Polizei und der Einleitung eines Ermittlungsverfahrens. Doch ganz generell ist der Grat zwischen "noch erlaubt" und "schon verboten" äußerst schmal. So hat es in der Vergangenheit bereits Fälle gegeben, in denen allzu arglosen Mitarbeitern selbst beim Zueignen eines minderwertigen Kugelschreibers ein Kündigungsschreiben ins Haus flatterte.

Berlin: Die neue Hauptstadt der Langfinger


Spitzenreiter beim Diebstahl von Büromaterial ist die Bundeshauptstadt. Wie die Studie zeigt, vergreifen sich in Berlin stolze 43 Prozent aller Büroangestellten am firmeneigenen Office-Equipment. Auf Platz 2 folgt Hamburg mit 40 Prozent und auf Platz 3 das Bundesland Thüringen mit 39 Prozent. Bei einer im Jahre 2006 durchgeführten GfK-Umfrage in gleicher Sache lag die Verteilung noch gänzlich anders: Seinerzeit rangierten Rheinland-Pfalz und das Saarland noch auf dem ersten Platz - erst dann folgte Berlin. Hamburg befand sich damals auf dem 11. Platz - ein Zeichen dafür, dass die Alstermetropole in Sachen Materialdiebstahl deutlich zugelegt hat. Wahrlich kein Ruhmeszeugnis für die Hanseaten. Auch hat die Gesamtquote der Bürodiebe zugenommen: Gaben 2006 noch 21 Prozent der Befragten zu, sich gelegentlich am Firmeneigentum zu bedienen, sind es nunmehr bereits 25 Prozent.

Stifte und Papier liegen vorn


Am mit Abstand häufigsten werden Schreibgeräte, also etwa Kugelschreiber und Bleistifte entwendet. Dieses Büroartikelsegment macht mit mehr als 50 Prozent den Löwenanteil aus. Danach folgen Büropapier (27 Prozent), Büroklammern (26 Prozent) und Briefumschläge (25 Prozent). Auch Klebestifte, Aktenordner und Locher befinden sich unter den Top-Ten, die außerdem noch CD- beziehungsweise DVD-Rohlinge, Taschenrechner und Druckertoner umfassen.

Trotz aller neuen Umfragewerte und auch angesichts der Tatsache, dass Angestellte hin und wieder Büromaterial für eigene Zwecke verwenden, sind Deutschlands Amts- und Schreibstuben jedoch fern davon, als Eldorado der Langfinger bezeichnet werden zu müssen. Immerhin ergab die aktuelle GfK-Studie auch, dass 65 Prozent aller Mitarbeiter noch niemals unbefugt nach Firmen- oder Behördeneigentum gegriffen haben. Insofern dürfte sich der wirtschaftliche Schaden durch derartige Vorfälle in engen Grenzen halten.

Wenn Sie mehr über die Studie von Papersmart.de und der GfK wissen wollen, finden Sie hier weitere Informationen: https://www.papersmart.de/blog/langfinger-am-arbeitsplatz

 

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